08.08.05MMS
Der Multimedia Messaging Service (MMS) ist als Nachfolger von SMS (Short Message Service) und EMS anzusehen und bietet die Möglichkeit mit einem Mobiltelefon multimediale Nachrichten zu anderen mobilen Endgeräten zu versenden. Am beliebtesten und bekanntesten ist hier wohl derzeit das Versenden von Bildern und kurzen Videosequenzen.
Konnten beim Angebot Short Message Service (SMS) nur kurze (in der Regel 160 Zeichen), formatlose Textnachrichten verfasst werden, kann man mit MMS nun beliebig lange Nachrichten mit multimedialem Inhalt zu verschicken. Eine MMS darf dabei aus beliebig vielen Anhängen beliebigen Typs bestehen. Damit ist es möglich simple Texte, komplexe Dokumente, Bilder und sogar kurze Videosequenzen an einen oder mehrere Empfänger zu verschicken.(ähnlich wie bei einer E-Mail) Eine prinzipielle Größenbeschränkung gibt es nicht, allerdings können Endgeräte nur MMS mit einer maximalen, endgeräteabhängigen Größe verarbeiten ( Infos finden Sie in der Bedienungsanleitung ihres Mobiltelefons oder über Ihren Provider). Aus diesem Grund versuchen die Netzbetreiber, den Inhalt der zu empfangenden MMS im MMSC auf das empfangende Endgerät anzupassen. Diese Funktionalität wird Transcoding genannt und funktioniert z.B. über das Verkleinern von Bildern. Derzeit haben sich alle deutschen Netzbetreiber auf eine maximale MMS-Größe von 300 kByte geeinigt..
Um zu beschreiben, wie die Multimediaelemente dem Empfänger angezeigt werden, wird die Beschreibungssprache SMIL verwendet. SMIL, ein XML-Format, definiert den Ablauf der Slideshow, also in welcher Reihenfolge, Anordnung und für wie lange die einzelnen Elemente dem Empfänger angezeigt werden.
Ihr Mobiltelefon muss speziell für das Versenden und Empfangen von MMS geeignet sein, es ist nicht kompatibel zu SMS oder EMS. ( Infos auch in der Bedienungsanleitung des Mobiltelefons oder auf der Webseite des jeweiligen Herstellers).
Moderne Mobiltelefone oder andere Endgeräte bieten meist optional oder festeingebaut eine Kamera, um damit selbst Bilder oder Videos aufzunehmen, diese könnten dann via MMS an andere ebenfalls MMS taugliche Handys übertragen werden.
Alle vier deutschen Netzbetreiber bieten ihren Kunden den Multimedia Messaging Service (MMS) an. Um jedoch eine MMS verschicken zu können, ist eine kostenlose Freischaltung beim Netzbetreiber erforderlich.
Die anfallenden Kosten hingen bislang von der verschickten Datenmenge ab. T-Mobile führte als erster deutscher Mobilfunkanbieter zum 1. August 2004 einen Einheitspreis für den Versand von Multimedia-Nachrichten ein. Bis auf weiteres zahlen die Kunden nur 39 Cent pro verschickter MMS - unabhängig davon, wie groß die Mitteilung ist und wohin sie verschickt wird.
Nahezu die gleiche Aktion gibt es bei Vodafone. Einziger Unterschied: MMS, die ins Ausland gehen oder im Ausland verschickt werden, kosten mehr. E-Plus und o2 bieten den MMS-Versand innerhalb Deutschlands ebenfalls für 39 Cent an. Bei o2 gilt dieser Preis sogar unbefristet, während es sich bei beiden D-Netzen und bei E-Plus offiziell nur um zeitliche Promotion-Aktionen handelt. Diese waren zunächst bis zum Jahresende befristet, werden aber seitdem immer wieder verlängert. Vermutlich bleibt es dabei, dass eine MMS 39 Cent kostet. Die Netzbetreiber werden den Preis bleibt es dabei, dass eine MMS 39 Cent kostet. Die Netzbetreiber werden den Preis aber nicht unbefristet einführen, so dass jederzeit zumindest theoretisch auch wieder die alten Tarife eingeführt werden könnten, bei denen eine mobile Multimedia-Botschaft innerhalb Deutschlands bis zu 1,29 Euro kostete.
Alle Netzbetreiber erlauben nun auch den Versand von Megapixel-Fotos per MMS mit einer Größe von 300 Kilobyte in die deutschen und in ausländische Netze. Bis zum vergangenen Jahr lang waren nur Mitteilungen mit einem Volumen von 100 kB möglich. Allerdings muss sowohl das Handy des Absenders, als auch das Mobiltelefon des Empfängers für MMS mit derart großem Datenvolumen ausgelegt sein. Das ist vor allem bei älteren Geräten meistens noch nicht der Fall.
Vorsicht bei MMS aus dem Ausland
Die Preise für den MMS-Versand aus dem Ausland sind außer bei T-Mobile auch innerhalb des europäischen Vodafone-Netzes einheitlich und somit leicht nachvollziehbar, wie ein Blick auf unsere MMS-Tariftabelle zeigt. o2 und E-Plus rechnen dagegen volumenbasiert ab, wobei die Datenpreise des ausländischen Roamingpartners für die Berechnung mit ausschlaggebend sind. Dadurch sind die anfallenden Kosten im Vorfeld nur schwer nachvollziehbar. Als Richtwert sollte aber mit einem Preis von einem Cent pro Kilobyte mindestens gerechnet werden - bei vielen Anbietern wird dann auch noch eine Mindestabnahme von 30 oder mehr Kilobyte erwartet.
Bei T-Mobile, E-Plus und o2 ist auch der MMS-Empfang im Ausland kostenpflichtig, während Vodafone hierfür keine Kosten berechnet. T-Mobile berechnet hier ebenfalls einheitliche Preise, während die Tarife der E-Netze von der jeweils empfangenen Datenmenge abhängen.
3 Kommentare zu “MMS”
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geschrieben von: Kun Kuen Cheung
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geschrieben von: Niklas Jan Erik
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geschrieben von: Madeline Jud Stierli